Beim diesjährigen DTM-Rennen im italienischen Adria ging es dreckig zu. Das liegt nicht etwa an den viele vermeidbaren Zusammenstößen zwischen den Fahrern, sondern an den ungenügend befestigten Seitenstreifen und dem Wetter.
Beim Training und beim Qualifying am Freitag und Samstag wurde der Dreck nur auf die Strecke geschleudert. Doch bei den feuchten Bedingungen am Sonntag wurde der Schlamm von den Fahrern aufgewirbelt und spritzte auf die Windschutzscheiben der Hinterleute. Dies bereitete den Fahrern einige Probleme und es wurde im Laufe des Rennens immer schlimmer.

Die DTM-Wagen, so wie dieser von Timo Scheider, besitzen zwar Scheibenwischer, aber keine Scheibenwischanlage
Vor allem das Mittel- feld war be- troffen, da hier einige enge Duelle ausge- fochten wurden. Die Scheibenwischer konnten hier nur bedingt helfen, da DTM-Wagen keine Scheibenwischanlagen besitzen. Dadurch verteilte sich der Dreck noch mehr über die ganze Scheibe was dazu führte dass einige Piloten kaum noch etwas sehen konnten. Die vereinzelten Regentropfen brachten auch keine Besserung.
Die Teams versuchten sich auf eher unkonventionelle Art zu behelfen. Beim Boxenstopp wurden Wassereimer über der Front des Autos ausgekippt. Die Fahrer brauchten so nur noch mit den Scheibenwischern für klare Sicht zu sorgen. Dies funktionierte allerdings nur wenn die Fahrer einen frühen Boxenstopp eingelegt haben.
Das Abt-Team des zurzeit fünften in der WM-Wertung, Mattias Ekström, hatte sich eine andere Taktik überlegt. Sie haben sich mit einem extra großen Eimer an der Boxenmauer postiert und wollten das Wasser beim vorbeihfahren auf Ekstöm Wagen kippen. Allerdings hat dies nicht funktioniert, da die Lücke zwischen der Boxenmauer nicht groß genaug war für den Eimer. Statt des gewünschten Erfolges gab es auch noch Ärger: die Abt-Crew muss nun 2.000 Euro Strafe zahlen da die unerlaubt während eines Rennens am Fahrzeug gearbeitet haben. Der betroffene Fahrer musste übrigens bis zu seinem ersten Boxenstop warten bevor er wieder freie Sicht hatte.
